Aus unseren Leitsätzen leiten sich die folgenden Schwerpunkte für die kommende Wahlperiode ab

Wir wollen u.a. erreichen, dass die 13 durchaus unterschiedlichen Dörfer der Gemeinde die Chance haben, ihre Identität zu bewahren und sich zugleich behutsam im Bestand weiterentwickeln können. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen hierdurch ein attraktives und vertrautes Wohnumfeld er- und behalten. Zugleich sollen Möglichkeiten der Verjüngung eröffnet werden. 

Hierdurch ergeben sich Chancen in unterschiedlichen Dimensionen. Zugleich muss die Gemeinde nach unserer Überzeugung weitere Schritte gehen, um das für 2035 formulierte Ziel der Klimaneutralität auch erreichen zu können.

 

Folgende Schwerpunkte möchten wir setzen:

Bauen und Wohnen

Struktur und (Alt)Bestand erhalten und entwickeln

ð  Innenverdichtung statt Entwicklung in die Fläche

ð  Kein weiterer Verbrauch von Flächen und Landschaft 

ð  Vermeidung des Donut-Effekts

durch:

Ø  Anpassung älterer Bebauungspläne

ð  Rechtssichere und planbare Anpassung an aktuelle Bedarfe (Modernisierungsmöglichkeiten schaffen)

ð  Sanierung wird attraktiver

ð  u.U. Schaffung zusätzlichen Wohnraums, wenn Umbau/Erweiterung von EFH zu Gebäuden mit mehr als einer Wohnung erfolgen

ð  Gemeinde kann ihre Planungshoheit zielgerichtet ausüben

Ø  an den Kapazitäten der Verwaltung angepasste Überplanung bislang unbeplanter Innenbereiche 

ð  hier ergeben sich die gleichen Vorteile, im unbeplanten Innenbereich wird sogar erstmals Rechtssicherheit und Planbarkeit für Vorhaben geschaffen 

Ø  Bereitstellung von Gebäuden oder Gebäudekomplexen (keine Pflegeeinrichtungen) dezentral in den Ortschaften, die sich insbesondere auch als Zuhause für ältere Menschen anbieten. Das setzt Versorgung, Treffpunkte und Angebote zur Unterstützung bei der Erledigung alltäglicher Bedarfe voraus, z.B. beim Einkauf, Arztbesuch.

ð  Voraussetzung: Anreize schaffen und Hindernisse sowie Ängste abbauen, die (eigenen) oft viel zu groß gewordenen vier Wände zu verlassen ohne das bekannte soziale Umfeld zu verlieren.

ð  Im Gegenzug würden bestehende Gebäude z.B. für junge Familien -egal ob eigene Verwandtschaft oder familienfremde Personen- frei.  

Ø  Gründung einer Gesellschaft / Genossenschaft unter Beteiligung der Gemeinde oder mit deren Unterstützung, die Projekte dieser Art umsetzt.

 

Demografie

 

Ø  Schaffung einer ausreichenden Anzahl an KiTa-Plätzen.

Die jahrelange Hängepartie in Sachen „KiTa Ließem“ und KiTa „Alte Molkerei“ muss endlich beendet werden.

 

Ø  Ausreichende und zeitgemäße Sport- und Spielangebote möglichst vor Ort.

 

Ø  Anpassung der Bebauungspläne oder Überplanung von Innenbereichen schaffen Möglichkeiten der Verjüngung (s.o.)

 

Ø  Bereitstellung von Gebäuden oder Gebäudeensembles (keine Pflegeeinrichtungen) dezentral in den Ortschaften, die sich besonders auch als (neues) Zuhause für ältere Menschen anbieten. (s.o., auch Maßnahme zum Erhalt der Selbstständigkeit und gegen Einsamkeit)

 

Ø  Unterstützung der Umsetzung durch eine von der Gemeinde initiierte kommunale Genossenschaft mit bürgerschaftlicher Beteiligung (s.o.)

 

Ø  Weitere Verbesserung des ÖPNV-Angebots zur besseren Vernetzung der Ortschaften untereinander sowie mit dem Zentrum von Verwaltung und Nahversorgung in Berkum. (Maßnahme zum Erhalt der Selbstständigkeit)

 

Ø  Erhaltung / Schaffung von Begegnungsstätten auch in den Ortschaften (Maßnahme gegen Einsamkeit)

 

 

Ø  Jugend- und Seniorenrat sollten eingerichtet bzw. erhalten werden, um die Interessen der jungen und älteren Generation gegenüber dem Rat und seinen Ausschüssen zu formulieren und bei zu treffenden Entscheidungen zu beraten.

 

Umwelt und Klima

 

Ø  Wir unterstützen das für Wachtberg formulierte Ziel, möglichst bis 2035 klimaneutral zu werden.

 

Ø  Schaffung der Voraussetzungen für eine möglichst flächendeckende unabhängige nachhaltige und klimagerechte Energie- und Wärmeversorgung.

 

Ø  Förderung der Planung und Umsetzung einer Bioenergieanlage und weiterer Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien z.B. Freiflächen-PV und Geothermie

 

Ø  Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen und/oder Gründung einer kommunalen Genossenschaft mit bürgerschaftlicher Beteiligung anstreben.

 

Ø  Verbesserung des ÖPNV-Angebots. Z.B. Schnellbus entlang der L 123, Verbesserung der Verbindungen zwischen den Dörfern, z.B. auch durch Vernetzung über Berkum möglich

ð  Weniger Transitverkehr 

ð  Verringerung von Staubildung und Umweltbelastung